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Zum Auftakt der Mannschaftsmeisterschaft der Bezirksliga A des Bezirkes Ost in Schleswig-Holsteinischen ging es für uns nach Bargteheide. Gegen einen starken Gegner, der in der vergangenen Saison noch eine Liga höher gespielt hatte und deshalb als Favorit in die Begegnung ging, mussten wir uns am Ende knapp mit 3:5 geschlagen geben.

Dabei konnten wir an den vorderen Brettern ein Ausrufezeichen setzen: Fabian und Markus gewannen ihre Partien und sicherten uns zwei volle Punkte. An den übrigen Brettern war dagegen nicht mehr genug zu holen, um zumindest einen Mannschaftspunkt mitzunehmen.

Fabian und Markus punkten an den Spitzenbrettern

Fabian erwischte einen starken Tag und übernahm früh die Kontrolle über seine Partie. Während er am Damenflügel zunehmend die Oberhand gewann, gelang es seinem Gegner nicht, ausreichenden Gegendruck aufzubauen. Mit einem taktischen Schlag hätte Fabian eine vorteilhafte Materialverteilung bei gleichzeitig dominanter Stellung erreicht. Sein Gegner sah sich schließlich einer aussichtslosen Position gegenüber und gab nach rund einer Stunde und 45 Minuten auf.

Auch Markus konnte einen vollen Punkt beisteuern. Seine Partie war lange Zeit komplex und umkämpft. Mit einem überraschenden Bauernzug brachte er seinen Gegner zu einer längeren Denkpause von rund 20 Minuten. Ein späteres Figurenopfer seines Gegenübers erwies sich als nicht ausreichend, um die Stellung zu retten. Markus behielt die Oberhand und sicherte sich den Punkt.

Daniel und Basti müssen sich geschlagen geben

Daniel kam zunächst gut aus der Eröffnung und erspielte sich eine aussichtsreiche Stellung. Leider gelang es ihm nicht, seinen Vorteil in etwas Zählbares umzuwandeln. Sein Gegner verteidigte sich geschickt, und unter zunehmendem Zeitdruck musste Daniel schließlich in ein verlorenes Endspiel abwickeln.

Bei Basti verlief die Partie deutlich kürzer als erhofft. Bereits nach sechs Zügen unterlief ihm ein entscheidender taktischer Fehler, durch den er seine Dame verlor. Damit war die Partie praktisch entschieden, und Basti musste die Segel früh streichen.

Sam und Paul sichern zwei halbe Punkte

Sam probierte erstmals eine neue Spielanlage aus und kam zunächst gut ins Spiel. Im weiteren Verlauf geriet jedoch eine seiner Figuren zunehmend unter Druck. Bei der Suche nach einem geeigneten Rückzugsfeld entschied er sich für das falsche Feld und musste anschließend um den Ausgleich kämpfen. Am Ende gelang es ihm, die Partie in ein ausgeglichenes Turmendspiel zu überführen. Da beide Spieler bereits ab dem Mittelspiel mit knapper Bedenkzeit auskommen mussten, war der halbe Punkt ein versöhnlicher Abschluss.

Auch Paul steuerte ein Remis bei. Sein Gegner agierte eher passiv, sodass sich eine Partie entwickelte, in der keiner der beiden den entscheidenden Durchbruch erzielen konnte. Am Ende stand auch hier die Punkteteilung.

Horst und Ingo ohne Fortune

Horst geriet zunächst nicht entscheidend unter Druck. Nachdem sein Gegner versucht hatte, über die lange Diagonale Druck aufzubauen, entwickelte sich eine ausgeglichene Stellung. Eine falsch berechnete Zugfolge kostete Horst jedoch einen Turm und einen Bauern für einen Läufer. Dieser Materialnachteil erwies sich im weiteren Verlauf als zu groß, um die Partie noch zu halten.

Besonders wechselhaft verlief die Partie von Ingo. Gegen einen nach Wertungszahl nahezu gleich starken Gegner wechselten sich gute und schwierige Phasen ab. Mehrfach konnte Ingo zwischenzeitliche Vorteile seines Gegners neutralisieren und selbst die Initiative übernehmen. Im weiteren Verlauf erspielte er sich sogar eine vielversprechende Stellung bei ausgeglichenem Material.

Dann unterlief ihm jedoch ein taktisches Versehen, bei dem er eine gegnerische Läufergabel auf seine beiden Türme übersah. Ingo gab daraufhin auf, weil er einen Turmverlust ohne ausreichende Kompensation befürchtete. Die nachträgliche Analyse zeigte allerdings, dass die Stellung weiterhin ausgeglichen war und sogar gute Gewinnchancen bestanden. Eine bittere Wendung in einer Partie, in der deutlich mehr möglich gewesen wäre.

Blick nach vorn

Mit den beiden Siegen an den Spitzenbrettern und den Remis von Sam und Paul konnten wir insgesamt drei Brettpunkte sammeln. Für einen Punktgewinn in der Mannschaftswertung reichte es gegen den favorisierten Gegner aus Bargteheide diesmal leider nicht.

Die Niederlage ist ärgerlich, gerade weil an einzelnen Brettern durchaus mehr drin gewesen wäre. Gleichzeitig hat der Auftakt gezeigt, dass wir auch gegen starke Gegner mithalten können. Nun gilt es, die Erfahrungen aus diesem ersten Mannschaftskampf mitzunehmen und in der nächsten Runde wieder anzugreifen.